Wir schulen ein. Vorzeitig.

Noch drei Mal schlafen, dann ist Einschulung!

Und wir schulen vorzeitig ein. Die kleine Ballerina wird nämlich erst Ende Oktober 6.

Die Meinungen zu diesem Thema werden ja auf den unterschiedlichsten Kanälen kontrovers diskutiert. Unsere Entscheidung steht aber fest. Und wir haben sie zum Wohle und im Interesse unseres Kindes und in Absprache mit Schule und Kindergarten bewusst so getroffen.

Schon nach dem ersten Kindergarten-Jahr stand fest: die kleine Ballerina würde eigentlich nicht mit dem Rest ihrer Kindergarten-Gruppe eingeschult. Sie war als Einzige nach dem Stichtag 30.09. geboren. Weitere Kinder in ihrem Alter gab es in der Gruppe nicht. Alle anderen waren mindestens ein Jahr jünger. Also hatten wir überlegt, sie die Gruppe wechseln zu lassen, um Anschluss an gleichaltrige Kinder zu bekommen. Doch nach einer kurzen Testphase stand schnell fest: Die „Clique“ in ihrer eigentlichen Kindergartengruppe war schon so fest zusammengeschweißt, dass sie dort einfach gefehlt hätte. Und sie hätte ihre Freunde natürlich auch vermisst. Also beschlossen wir gemeinsam mit dem Kindergarten, die nächsten beiden Kindergartenjahre einfach erst mal abzuwarten.

In der Zwischenzeit machte ich zu Hause lange Pro- und Kontra-Listen. Vorzeitig einschulen und sie damit eventuell überfordern? Oder das Kind noch ein Jahr länger im Kindergarten „Kind sein lassen“, wo es sich dann aber vielleicht langweilt? Soll sie besser immer die Jüngste oder immer die Älteste in ihrer Klasse sein? Wie soll man eine so wichtige Entscheidung treffen, die noch so weit in der Zukunft liegt?

Als dann im letzten August die ersten Einschulungsuntersuchungen starteten, gab es zeitgleich einen Tag der offenen Tür an unserer Grundschule. Die kleine Ballerina war begeistert! Ganz unvoreingenommen haben wir dort Schul-Luft geschnuppert und sind so auch zwischen Tür und Angel mit der Schulleitung ins Gespräch gekommen. Und die hat uns dann ein paar Wochen später ganz unverbindlich zu einem Einschätzungsgespräch in die Schule eingeladen. Die kleine Ballerina hat alle Aufgaben problemlos gemeistert. Klare Schulempfehlung! Uns als Eltern war aber vor allem auch wichtig, dass sie es selbst will. Und das tut sie. Seit diesem Tag gibt es kein anderes Thema mehr. Und auch der Kindergarten hat uns bestätigt, wie selbstbewusst und selbstständig sich unser Kind im letzten Kindergartenjahr entwickelt hat. Sie ist einfach so weit.

Denn unabhängig davon, dass das Kind körperlich und geistig fit für die Schule ist, zählt doch am meisten die soziale Kompetenz des Kindes. Kann sie sich bei den zum Teil ein Jahr älteren Kindern durchsetzen? Traut sie sich zu, sich im Unterricht zu melden, Fragen zu stellen und sich so aktiv am Unterricht zu beteiligen? Schafft sie den neuen Tagesablauf mit früherem Aufstehen, längeren Konzentrationsphasen und zahlreichen Anforderungen in der ungewohnten Umgebung?

Ob wir die richtige Entscheidung getroffen haben? Sie fühlt sich jedenfalls richtig an. Alles Weitere wird sich wohl erst mit der Zeit zeigen. Und zum Glück kann sie sich schon mal auf einen tollen Klassen-Zusammenhalt freuen. Denn ihre komplette „Kindergarten-Clique“ kommt geschlossen in die Klasse 1a.

Eure MAMA LUJA

5 Kommentare

  1. Wir haben letztes Jahr ebenfalls vorzeitig eingeschult, da war die Maus erst 5 1/2 . Jetzt ist sie in der 2. Klasse und es klappt bisher alles.
    Natürlich wird man immer schief angeguckt, erst recht, wenn das Kind wirklich noch sehr jung ist. Aber vor allem als Eltern soll und muss man darüber stehen, denn nicht selten lassen „fremde“ Eltern das auch den Zögling spüren. Sei es durch aufrichtiges (?) Mitleid, oder einfach nur doofe Kommentare.
    Man entscheidet sich ja nicht dafür, weil man Spaß daran hat, oder dem Kind etwas böses will…
    Und es ist ein Prozeß, der auch von Ärzten und Schulpsychologen mehr als penibel geprüft wird.
    Wenn das Kind soweit ist, ist es soweit.
    Und wie sich alles entwickelt, das zeigt die Zeit. Unabhängig davon, ob man mit 5, 6 oder 7 zur Schule kommt.

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  2. Ich kann nur aud meiner persönlichen Sicht sprechen… ich selbst war ein Ende Oktober Kind und mit 5 wurde ich eingeschult..
    Ob ich das wollte?… glaube schon. Aber als ich dann da war war spielen doch noch interessanter. Ich habe dann die 2. Klasse wiederholt da ich einfach keinen Anschluss mehr fand. Auch die Wiederholung war schwierig und die 3. Und 4. Klasse gingen etwas besser aber nicht optimal. Erst in der Weiterführenden Schule leif allmählich alles wie geschmiert.

    Ich für meien Teil weiß also das es besser ist noch lieber zu warten. Bei mir sah wohl auch alles nach Reif aus. Ich hoffe es bleibt euch erspart und die kleine Maus ist wirklich ihrer Zeit vorraus. Zumindest einen Vorteil hatte es denn man hat Alterstechnisch nie gemerkt das ich eine klasse wiederholen musste. Das hat mir sicher ne Portion Mobbing erspart. Ein Versuch ist es Wert, viel verlieren kann man dabei nicht. Nur die kleine Verliert Kindheit. Aber dafür behält sie ihre Freunde was ihr im Augenblick wichtig ist. Also ist es ihre Entscheidung. Und wenn sie scheitert muss ihr bloß geholfen werden das sie lernt es ist nicht schlimm. Und wenn sie es schafft wird sie immer stolz sein können die jüngste sein zu dürfen.

    In diesem Sinne ihr habt auf euer Herz und den Willen eurer Maus gehört. Sie freut sich darüber. Also egal wie es ausgeht. Es war die richtige Entscheidung 😄

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  3. Hallo,
    meine tochter wurder als jüngstes Kind hier im raum beschult.
    sie kommt jetzt in die 3.te klasse und ist vom schulmatierial bereits seid 6 Monaten „3klässlerin“.
    springen kommt aber nicht in frage, da sie jetzt schon die jüngste überhaupt ist.
    auch sozial /emotional ist sie super gut intregiert.
    allerdings haben wir auch lange nach der richtigen Grundschule gesucht und diese erkämpft.
    bisher bereuen wir nichts.wie es mal werden wird,weiss niemand.

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  4. Hallo, meine Große wird auch Ende Oktober 6 und wir haben uns aber erst im Mai für eine vorzeitige Einschulung entschieden. Aber nur deswegen weil sie auf eine Monte-Schule gehen wird und da die Klassen eh gemischt sind und sie auch wahrscheinlich nicht die jüngste ist. Keine ihrer Freundinnen geht mit dorthin aber nach den Schnuppertagen war ihr das egal. Hier sagen viele das wäre zu früh (hauptsächlich Eltern). Aber wir wagen es und ich bin zuversichtlich. Ist doch eh immer so: Wie man´s macht, man macht´s verkehrt 😉 Wünsche deiner Maus viel Spaß in der Schule.

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